Mittwoch, 22. Juli 2009

Allianz 24 gibt auf

Der Versicherungskonzern Allianz wird seinen deutschen Online-Vertrieb Allianz 24 im September schliessen. Die Onlinestrategie des größten deutschen Versicherers gilt damit als gescheitert. Der Widerstand der eigenen Allianz-Vertreter gegen die günstigere Onlinekonkurrenz im eigenen Haus war offenbar zu gross... Im Online-Vertrieb wird der Allianz-Konzern in Zukunft europaweit mit einer neuen Marke auftreten.
s. Manager-Magazin

Donnerstag, 19. März 2009

E-Plus steigt aus der TV-Werbung aus

Der deutsche Mobilfunkanbieter E-Plus zieht sich komplett aus der TV-Werbung zurück. Wie CMO Andreas Gregori gegenüber HORIZONT.NET ankündigt, wird sich das Unternehmen ab sofort vor allem auf Direktmarketing und weitere Below-the-Line-Maßnahmen konzentrieren. "Der Anteil unseres Marketingbudgets, den wir für TV aufwenden, tendiert künftig gegen Null", so Gregori lt. HORIZONt.NET. Auch auf Print, Plakat und Radio soll künftig weitgehend verzichtet werden. Anzeigen und Plakate sollen - wenn überhaupt - nur noch regional zum Einsatz kommen. Onlinewerbung wird es dagegen nach wie vor geben.

Mit der Maßnahme vollzieht E-Plus eine radikale Wende in seiner Kommunikationsstrategie. Der Mobilfunker, betreut von Agenturen wie Jung von Matt (Kernmarke E-Plus, Base) und Plantage (Vybemobile), war in den vergangenen Jahren im TV sehr präsent. Doch überzeugt hat Fernsehwerbung die Entscheider von E-Plus offenbar nicht. "In den vergangenen zwei Jahren hat sich gezeigt, dass TV nicht das effizienteste Werbemedium ist", erklärt Gregori. Das Unternehmen sehe keinen Sinn mehr darin, Deutschland werblich mit der Gießkanne zu überfluten. Stattdessen wolle E-Plus das Geld lieber in Kunden- und Produktvorteile investieren. "Unser Ziel ist es, Kunden und Vertriebspartner zu Botschaftern unserer Marken zu machen", sagt Gregori, dessen neue kommunikative Leitlinie auch für die Marken Base und Vybemobile gelten soll.

Wie sich der TV-Verzicht auf das Marketingbudget des Unternehmens auswirken wird, ist unklar. "Es handelt sich um eine Umschichtung", so der Manager. "Wir werden so viel investieren wie nötig, um unsere Ziele zu erreichen." Neben Direktmarketing und weiteren Below-the-Line-Aktivitäten werde E-Plus auch verstärkt auf PR setzen. Massiv an Bedeutung gewinnt aber vor allem der PoS. In seinen Shops will E-Plus mit einem neuen, deutlich innovativeren Auftritt punkten. Die Idee soll einmal mehr die Agentur Jung von Matt beisteuern, mit der E-Plus nach Angaben einer Sprecherin schon länger auch im Below-the-Line-Bereich zusammenarbeitet. Daher gebe es auch keinen Grund, die Geschäftsbeziehung zu beenden.

Freitag, 20. Februar 2009

123-TV steigert Umsatz

Der Auktionsfernsehsender 123-TV kann auf das bisher erfolgreichste Geschäftsjahr seit Gründung vor 4 Jahren zurückblicken. 123-TV steigerte den Umsatz in 2008 um rund 13 Prozent zum Vorjahr auf 87,6 Millionen Euro netto (2007: 77,6 Mio. Euro) und verdrängt damit den Konkurrenten RTL Shop von Rang 3 der deutschen Teleshopping-Sender. Der eCommerce-Anteil via Internet bei 123-TV beträgt mittlerweile über 20% und soll in den kommenden Jahren auf ein Drittel des Gesamt-Umsatzes wachsen.

Dr. Andreas Büchelhofer, Gründer und Geschäftsführer von 123-TV: "Das Ergebnis 2008 zeigt eindrucksvoll, dass sich das innovative Konzept von 123-TV nachhaltig und erfolgreich im Markt positionieren konnte. Das neu in Deutschland eingeführte Auktionsfernsehen hat seinen festen Kundenkreis gefunden. Keine andere Verkaufsform eignet sich besser, sehr rasch Restposten- bzw. Lagerüberhänge anderer Händler abzuverkaufen. Die Nutzer profitieren von der steten Verbesserung unserer Sortimentsstruktur." Im vergangenen Jahr bot 123-TV zahlreiche renommierte Marken wie Gucci, Puma oder Sony zu besonders günstigen Preisen an. "Wir sind überzeugt, dass das Schnäppchenfernsehen, das 123-TV bietet, auch in Krisenzeiten ein hochattraktives Angebot bleibt," so Büchelhofer weiter. "Die allgemeine Krise bietet in Europa auch hervorragende Beschaffungsmöglichkeiten aus dem Bereich Markenrestposten. So können wir unsere Tiefstpreisstrategie sogar noch weiter ausbauen."

Auch die kontinuierlich steigenden Kundenzahlen zeigen den Erfolg des Geschäftsmodells. Die Anzahl der Registrierten Kunden stieg im Vorjahresvergleich von 638.000 auf 789.000 um rund 20%. Insgesamt wurden in 2008 rund 69.000 Auktionen durchgeführt und 4,35 Millionen Pakete versendet. Neben dem Umsatzwachstum konnte 123-TV auch seine Reichweite im deutschen Kabelnetz ausbauen. Seit Januar 2009 ist 123-TV zusätzlich von 6.00 Uhr bis 15.00 Uhr und in einigen Gebieten von 08.00 Uhr bis 20.00 Uhr im analogen Kabelnetz von Kabel Baden-Württemberg empfangbar. Der Auktionssender dehnte seine aktuelle Distribution damit um weitere 2,14 Millionen auf 24,8 Millionen Haushalte aus. Für die Zukunft erwartet der Auktionssender weiteres Wachstum durch ein modernes, innovatives Produktangebot im Internet.

Dienstag, 3. Februar 2009

Google Ocean: Google Earth mit Meeres-Atlas

Unterwasserwelten in neuer Dimension: Internetnutzer können mit Google Ocean via Google Earth jetzt in die Ozeane dieser Welt eintauchen. Dort warten Flora, Fauna und gigantische Gebirgsformationen. Wer sich auf die Expedition wagt, kann außerdem eine Menge über die Fischfangindustrie und das Ökosystem der Meere erfahren. Außerdem können Nutzer gemeinsam mit dem Tiefseeforscher Jacques-Yves Cousteau auf Expedition gehen. Videos zeigen teils bisher unveröffentlichtes Material seiner Erkundungstouren. Google-Chef Eric Schmidt und Friedensnobelpreisträger Al Gore stellten das neue Programm gestern vor.

Montag, 2. Februar 2009

Werbeausgaben Deutschland 2008: Online vor Radio

Mit einem Plus von 27 Prozent bzw. knapp 312 Millionen Euro auf 1,5 Milliarden Euro haben sich die Online-Werbeumsätze in Deutschland weiterhin dynamisch entwickelt und die Werbeausgaben für Radio-Werbung (1,3 Mrd. Euro) bereits überholt. Online-Werbung hat lt. Nielsen damit einen Anteil von 5,7% am gesamten Werbeaufkommen (Radio: 4,9%).

Damit verzeichnete die Internetwerbung im Vergleich zu 2007 die höchsten prozentualen Zuwächse aller von Nielsen beobachteten Medien. Dennoch scheint die Wirtschafts- und Finanzkrise ebenfalls bereits offensichtliche Rückgänge bei den Online-Werbebuchungen hinterlassen zu haben. „Der Online-Werbemarkt bekommt die Wirtschaftskrise ebenfalls zu spüren. Obwohl die Bruttowerbeeinnahmen für dieses Medium für das Gesamtjahr weiterhin eine deutliche Steigerung verzeichneten, hat sich der Zuwachs in den letzten Quartalen 2008 deutlich abgeschwächt“, analysiert Ludger Wibbelt, Geschäftsführer der Nielsen Media Research, diese Entwicklung. Werbeintensivste Online-Branche bleiben die Online-Dienstleistungen mit knapp 272 Millionen Euro und einem Plus von 19,3 Prozent bzw. 44 Millionen Euro.

Analog zur Entwicklung in den Above-the-line-Medien beruht das Wachstum dabei im Wesentlichen auf Online-Vermittlungsdiensten, aber auch Portalen und Online-Spielen, die ihre Werbeaufwendungen zusammen um rund 33 Millionen Euro steigerten. Das stärkste absolute Online-Werbewachstum verzeichnete allerdings die Unternehmenswerbung mit einem Plus von 63,8 Millionen Euro. Deutliche Steigerungen – wenngleich auch nicht in solchen Dimensionen – wurden ebenfalls in den Branchen Mobilnetze (plus 16,6 Millionen Euro), E-Commerce (plus 15 Millionen Euro) und Finanzdienstleistungen (plus 15 Millionen Euro) beobachtet.

Die Handelsorganisationen reduzierten hingen ihr Online-Werbeengagement mit einem Minus von 33,4 Millionen Euro auf 25,8 Millionen Euro am deutlichsten. Die Reduzierungen sind im Wesentlichen auf den Diskonter Plus zurückzuführen, der seine Online-Werbeaufwendungen um 36,2 Millionen Euro auf 4,6 Millionen Euro drastisch reduzierte. 2007 war der Discounter noch werbestärkstes Unternehmen im Online-Werbemarkt.

Montag, 22. September 2008

A1 wechselt Werbe-Agentur

Der Werbe-Etat von A1, der Marke des grössten österreichischen Mobilfunkanbieters mobilkom-austria, wechselt die Agentur, aber nicht die Hände. Der grösste Werbeetat Österreichs wird bisher von Saatchi & Saatchi Wien betreut. Ab Anfang 2009 wird die neu-gegründete Werbeagentur des bisherigen Saatchi-CEOs Michael Nitsche für den A1-Etat verantwortlich zeichnen. So wie schon seit fast 12 Jahren, nur eben nicht mehr unter der Saatchi-Fahne.
"Nachhaltigen Erfolg schafft man, wenn man sich immer wieder neu erfindet. Das hat die Marke A1 in den letzten Jahren vorgezeigt. Nach erfolgreichen Jahren mit Saatchi & Saatchi ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen", begründet Dr. Hannes Ametsreiter, Marketing-Vorstand mobilkom austria und Telekom Austria die Entscheidung. "Wir haben uns nach ausführlichen Analysen und Gesprächen entschieden, mit einer neuen und vielversprechenden Agentur-Konstellation rund um Michael Nitsche, der die Erfolgsstory der Marke A1 fast von Beginn an begleitet hat, zusammenzuarbeiten. Für mobilkom austria bedeutet das eine optimale Mischung aus Innovation und neuen Denkweisen sowie wertvoller Erfahrung, Kontinuität und Flexibilität", so Ametsreiter weiter. Quelle: APA-ots

Freitag, 19. September 2008

Coca Cola wieder wertvollste Marke

Coca Cola ist und bleibt die wertvollste Marke der Welt. Erneut belegt der Markenklassiker bei den Best Global Brands mit 67 Milliarden US-Dollar den 1.Platz. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Steigerung um 2 Prozent. Auf den Plätzen 2 und 3 rangieren IBM und Microsoft. Zum achten Mal ermitteln die Markenberatung Interbrand und die Zeitschrift BusinessWeek das Ranking der 100 bedeutendsten Marken.
Die Brands steigerten 2008 ihren Gesamtwert auf 1,21 Billionen US-Dollar. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von fünf Prozent.In diesem Jahr weist das Ranking einige signifikante Veränderungen auf. Erstmals schaffte Google den Sprung unter die Top 10. Google steigerte seinen Markenwert um 43 Prozent auf 25,6 Mrd. Dollar und verdrängte Mercedes-Benz aus dem Top-10-Ranking.

Dass die ehemalige New Economy aus Markensicht in der alten Wirtschaft angekommen ist, beweist auch Amazon. Der Online-Versandhändler rangiert zwar nur auf Platz 58. Aber mit 19 Prozent Wertzuwachs verzeichnet er die dritthöchste Steigerung hinter Google und Apple. Die Kultmarke legte 24 Prozent zu und hat nun einen Wert von 13,7 Milliarden Dollar. Zu den Erfolgsgeschichten des Jahres zählt auch H&M. Der schwedische Bekleidungshersteller schaffte es erstmals unter die Top 100. Mit einem Wert von 13,8 Mrd. Dollar rangiert H&M auf Rang 22.

Wertvollste europäische Marke ist Nokia mit 35,9 Mrd. Dollar auf Platz fünf. Nokia verzeichnet einen Zuwachs von sieben Prozent. Wertvollste deutsche Marke bleibt Mercedes-Benz auf Platz vor BMW auf Platz 13. Insgesamt rangieren zehn deutsche Marken unter den Top 100. Mit VW, Audi und Porsche sind drei weitere deutsche Autobauer im Ranking.

Mittwoch, 18. Juni 2008

Google-Yahoo-Deal

5 Monate lang kämpfte Yahoo-Chef Jerry Yang gegen Microsoft-Boss Steve Ballmer. Am Donnerstag verkündete der Yahoo-Gründer einen Etappensieg: Die Fusionsgespräche sind nun entgültig abgesagt. Und eine Übernahme von Filetstücken von Yahoo ist letztlich auch vom Tisch. Stattdessen setzt Yahoo nun auf eine enge Werbe-Vermarktungs-Kooperation mit Google. Yahoo wird künftig auf seinen Websites und auch in den Yahoo-Suchergebnissen Google-Ads vermarkten und soll damit allein im ersten Jahr einen Umsatz von 800 Millionen Dollar erzielen. Das offizielle Statement zur Google-Yahoo-Werbekooperation von Omid Kordestani, Google Senior VP, Global Sales and Business Development, ist am Official Google Blog nachzulesen.

Donnerstag, 29. Mai 2008

Stefan Tweraser ist Google-Deutschland-Chef

Worüber schon Anfang April spekuliert bekannt wurde, wird nun bald offiziell: der ehemalige Telekom-Austria-Marketingleiter Stefan Tweraser ist der neue Chef von Google Deutschland und löst in dieser Funktion als "Country Director Sales Deutschland" Christian Baudis ab, der Google verlassen hat.

Dienstag, 27. Mai 2008

Google-CEO Eric Schmidt im FAZ-Interview

„Es gibt kein Limit für das Suchmaschinenmarketing. Manche Menschen glauben das, aber wir haben noch viele Ideen, um die Technik zu verbessern und Werbung noch besser passend zur Zielgruppe auszuliefern“, sagt der Google-Vorstandschef Eric Schmidt im Gespräch mit der FAZ. Und: „Die nächste große Welle ist das mobile Internet“. Also nicht viel Neues, aber dennoch lesenswert.

Montag, 19. Mai 2008

Google Werbeumsatz in UK toppt Zeitungsmarkt

In Großbritannien wird Google 2008 erstmals mehr Werbeumsatz machen als die Tageszeitungen.
Laut "Guardian" hat Google in UK bereits im Jahr 2005 die Werbeumsätze der Radiobranche und danach die Magazinverleger überholt. Jetzt macht sich Google daran, den Zeitungsmarkt hinter sich zu lassen - und das sollte 2008 auch gelingen. Nur TV-Werbung hat noch einen großen Abstand bei den Werbeeinnahmen.

Sonntag, 18. Mai 2008

Neuer CFO für 1-2-3-TV

Veränderungen in der Geschäftsführung des Münchner Teleshopping-Senders 1-2-3.tv: Thomas Forner, 35, wird ab Juni CFO von 1-2-3-TV und für die Bereiche Finanzen, Logistik und IT verantwortlich. Er folgt auf Peter Kuhl, der das Unternehmen aus privaten Gründen verlässt. 1-2-3-TV-Chef Andreas Büchelhofer hat seinen Vertrag verlängert und wird der 1-2-3-TV-Geschäftsführung auch weiterhin vorstehen. Henning Schnepper wird in der zweiten Jahreshälfte von der Geschäftsführung in den Beirat von 1-2-3.tv wechseln.
Der Bezahlsender Premiere ist mit 14,4 Prozent an am Autions-TV-Sender 1-2-3-TV beteiligt. Nach eigenen Angaben hat 1-2-3.TV 700.000 registrierte Nutzer und erwirtschaftete 2007 einen Umsatz von 77 Mio Euro.

Freitag, 9. Mai 2008

AdWords zeigt Ladezeit der Landing Page an

Seit einiger Zeit ist bekannt, dass Google die Ladezeit der Landingpage von AdWords-Anzeigen mit in die Berechnung des Qualitätsfaktors einbeziehen wird. Jetzt wird auch der Faktor Ladezeit auch auf der Keyword-Analyse-Seite angezeigt. Ab Mitte Juni soll die Ladezeit der Landingpage (Zielseite) einer AdWords-Anzeige dann definitiv in den Qualitätsfaktor aufgenommen werden. Google zur Ladezeit der Zielseite:

“Die Ladezeit Ihrer Zielseite spielt bei der Berechnung der Zielseitenqualität und folglich des Qualitätsfaktors eine entscheidende Rolle. Die Ladezeit bezieht sich hierbei auf den Zeitraum, bis einem Nutzer nach dem Klicken auf Ihre Anzeige Ihre Zielseite angezeigt wird. Beachten Sie, dass Ihre Ladezeit im Verhältnis zur durchschnittlichen Zeit in der Zielregion Ihres Servers bewertet wird. Es ist wichtig, dass eine Website schnell geladen wird, um den Nutzerkomfort sicherzustellen. Dies wirkt sich positiv für Sie aus, weil die Nutzer dann mit größerer Wahrscheinlichkeit auf Ihrer Website verweilen. Falls Ihre Zielseite langsam geladen wird, können Sie sie optimieren, indem Sie Weiterleitungen und interstitielle Seiten entfernen."

Sonntag, 4. Mai 2008

Microsoft zieht Yahoo-Angebot zurück

Microsoft hat sein milliardenschweres Übernahmeangebot für Yahoo zurückgezogen. Microsoft-CEO Steve Ballmer zeigte sich in einem Brief an Yahoo-Chef Jerry Yang "enttäuscht". Yahoo sucht weiter nach strategischen Alternativen. Analysten rechnen nun mit einem Wertverlust der Yahoo-Aktien von 30 Prozent. Ballmer teilte Yang die Rücknahme des Kaufangebots gertern Nachmittag in einem Brief mit. Microsoft sei bereit gewesen, das ursprüngliche Angebot von 31 Dollar je Aktie - insgesamt etwa 42 Mrd. USD - um 5 Mrd. USD auf 33 Dollar je Aktie zu erhöhen, Yahoo habe jedoch 37 Dollar pro Aktie verlangt. Eine feindliche Übernahme von Yahoo will Ballmer mit Blick auf Google nicht wagen, denn Yang habe deutlich gemacht, dass Yahoo dann Schritte unternehmen werde, die eine Yahoo-Übernhame für Microsoft nicht länger attraktiv machten.
Mit dem Yahoo-Kauf wollte Microsoft versuchen, die Dominanz von Google bei Online-Suche und Internet-Werbung brechen. Google wird 2008 nach Schätzung von eMarketer mehr als 30 Prozent der weltweiten Umsätze in der Online-Werbung machen, Yahoo 14 Prozent und Microsoft knapp 7 Prozent. Internet-Werbung wird für Microsoft immer wichtiger, da kostenlose werbefinanzierte Internet-Software den Microsoft-Programmen zunehmend Konkurrenz macht.

Holtzbrinck setzt weiter auf Internet

Bis 2011 will die Verlagsgruppe Holtzbrinck ein Viertel ihrer Umsätze mit digitalen Medien erwirtschaften, berichtet Horizont. Dazu plant Verleger Stefan von Holtzbrinck ausgiebige Zukäufe im Web-Business - und verteidigt seine Einkaufsstrategie gegen Kritiker: "Damit befreien wir unsere traditionellen Medienmarken von der Last, auf Teufel komm raus Geschäftsmodelle zu entwickeln, die ihnen schaden könnten." Auch die Übernahme von StudiVZ wird sich seiner Einschätzung nach über Werbeerlöse auszahlen - wenn auch langsam. Holtzbrinck: "Die Werbewirtschaft muss sich fragen, wie sie die heute 24-Jährigen medial noch erreichen kann außer über Social Networks." Innerhalb der nächsten Wochen plant Holtzbrinck offenbar einen weiteren Zukauf, der "gut für das 'Handelsblatt'" ist. Das räumt derzeit seinen Internetauftritt aufrümt: Bildergalerien sollen verschwinden und Inhalte stärker mit Datenbanken verknüpft werden.

Samstag, 3. Mai 2008

Microsoft steigert Yahoo-Angebot

Microsoft soll sein Angebot zur Yahoo-Übernahme um "mehrere Dollar" je Aktie erhöht haben, berichtete die "New York Times" unter Berufung auf Insider. Microsoft soll eine Anhebung der Offerte von ursprünglich 31 auf bis zu 33 $ je Yahoo-Aktie in Aussicht gestellt haben. Yahoo und einige Großaktionäre wollten aber zwischen 35 und 37 $, berichtete das "Wall Street Journal".
Die Gespräche zwischen Microsoft und Yahoo befänden sich jedoch in einer "sensiblen Phase". Ein Gelingen sei nicht sicher, hieß es, Yahoo soll sich weiter nach Alternativen umschauen. Am Samstag vergangener Woche war eine von Microsoft gesetzte Frist abgelaufen. Investoren gingen am Freitag an der Börse trotzdem davon aus, dass es zu einer Einigung kommen wird. Yahoo-Aktien stiegen um fast 7%. Jeder weitere Dollar pro Aktie beim Kaufpreis würde Microsoft etwa weitere 1,4 Mrd. $ kosten. Einige Aktionäre des Konzerns stellen daher die Fusion infrage. Microsoft-Chef Steve Ballmer sagte am Donnerstag, dass die Alternativen auch eine feindliche Übernahme oder ein Rückzug des Angebots sind.

Mittwoch, 30. April 2008

Print-Anzeigen wandern ins Netz ab

In den USA verschieben immer mehr Unternehmen ihre Werbebudgets von Print nach Online. Die Ausgaben für Online-Werbung kletterten 2007 um 19% auf 3,2 Mrd. Dollar [2,03 Mrd. Euro], teilte der US-Zeitungsverband [Newspaper Association of America] mit.
Damit wuchs der Anteil der Internet-Anzeigen auf dem gesamten Werbemarkt 2007 auf 7,5% (von 5,7%)in 2006. Dagegen fielen die in Zeitungen gedruckten Anzeigen 2007 um 9,4% auf 42,2 Mrd. Dollar.

Dienstag, 29. April 2008

Google-Design-Richtlinien: was ist "Googley"

Am offiziellen Google Blog wurden die Googley-Design-Richtlinien veröffentlicht: wie sollten Google-eigene-Sites aussehen, was macht eine Site "Googley"? Hier die Ergebnisse der User Experience (UX) Group von Google:
1. Focus auf den User - sein Leben, seine Arbeit, seine Träume
2. Jede Millisekunde zählt (Ladezeit)
3. Einfachheit
4. Anfänger einbinden, Experten anziehen
5. Innovationen wagen
6. Design für die ganze Welt
7. Planung für das heutige und zukünftige Business
8. Das Auge erfreuen ohne den Geist abzulenken
9. Dem Vertrauen der User entsprechen
10. Human touch hinzufügen

Link: Official Google Blog: What makes a design "Googley"?

Offizieller Google AdWords Blog auf Deutsch

Seit 11.März 2008 gibt es nun auch einen offiziellen Google AdWords-Blog auf Deutsch, in dem Mitarbeiter des deutschen AdWords-Teams Tipps und Neuigkeiten zu Google AdWords posten: Inside AdWords Blog DE

MicroHoo: Wie Microsoft Yahoo knacken könnte

Yahoo hat das von Microsoft bis letzten Samstag gesetzte Ultimatum für Fusionsverhandlungen verstreichen lassen. Steve Ballmer hat mehrere Möglichkeiten, das Yahoo-Management auszuhebeln.
Seit Microsofts Übernahmeangebot vom 1.Februar 2008 spielt Yahoo auf Zeit. Damit möchte sich Yahoo Luft verschaffen, um die von CEO und Mitbegründer Jerry Yang unerwünschte Übernahme zu verhindern. Microsoft hingegen drängt zur Eile und sieht den Zusammenschluss gefährdet, wenn er nicht schnell über die Bühne geht. Microsoft-CEO Steve Ballmer stellte dem Yahoo-Management angesichts der offensichtlichen Verschleppungstaktik daher vor 3 Wochen ein Ultimatum. Nachdem Yang die gesetzte Frist verstreichen ließ, muss Microsoft nun überlegen, wie es Yahoo auch gegen den Widerstand von dessen Topmanagement übernehmen kann. Vor einer möglichen Übernahmeschlacht beginnt nun ein Poker um die großen Aktionäre. Mehr dazu in der Computerwoche.